Oberwelt e.V.
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浮地 / Schwimmendes Land

Chen Wang und Minqi Sun



(english version below) In einer Welt, die sich unaufhörlich verschiebt, ist Zugehörigkeit kein fester Ort mehr, sondern ein Zustand, der nur vorübergehend entsteht.

Zwei chinesische Künstlerinnen, die in Deutschland leben und arbeiten, erleben im Kontext von Migration und kultureller Überschneidung fortwährend das Dasein von "Nicht-Orten": Ein Schweben zwischen physischen Räumen ebenso wie zwischen Sprache, Identität und deren Verschiebungen. Kann "Zuhause" überhaupt noch als ein geografischer Begriff definiert werden? Oder vielmehr als Beziehung, die sich permanent im Fluss befindet?

Durch das Zusammenspiel von Installation (Video), Performance, Malerei, Text und Raum versuchen wir, einen Zustand zwischen Anwesenheit und Abwesenheit sichtbar zu machen — eine Existenzweise, die weder vollständig ankommen noch sich vollkommen lösen kann.

In einem solchen Raum bleibt Identität nicht stabil, sondern wird im fortwährenden Bewegen immer wieder neu geformt. Auch Zugehörigkeit verweist nicht länger auf ein Ziel, sondern erscheint vielmehr als ein andauernder Prozess.

Wie bereits 苏轼 (Su Shi, 1037-1107, Song Dynastie)schrieb:

人生如逆旅,我亦是行人

„Das Leben gleicht einer Reise gegen den Strom,
auch ich bin nur ein Wandernder.“


Vielleicht besteht das Einzige, was wir "Zugehörigkeit" nennen können, niemals im Ankommen, sondern im vorübergehenden Verweilen.

Eröffnung am Freitag, 26. Juni, 19:00 Uhr

Besichtigung der Ausstellung bis 10. Juli montags 21:30 bis 24 Uhr, und nach Vereinbarung unter Telefon 0711-650067 oder invitation (at) oberwelt.de



浮地 / Floating land
Minqi Sun and Chen Wang




In a world that never stops shifting, belonging is no longer a fixed place but a condition that arises only temporarily.

Two Chinese artists who live and work in Germany constantly experience, in the context of migration and cultural overlapping, the existence of ‘non-places’: hovering between physical spaces as well as between language, identity and its shifts. Can ‘home’ still be defined as a geographical term? Or is it more a relationship in permanent flux?

Through the interaction of installation (video), performance, painting, text and space, we try to make visible a state between presence and absence – a way of existing that can neither fully arrive nor completely dissolve.

In such a space, identity does not remain stable, but is repeatedly formed anew in continuous motion. Likewise, belonging no longer refers to a destination, but appears more as an ongoing process.

As Su Shi wrote:

‘Life is like a journey against the current,
I, too, am only a traveller.’


Perhaps the only thing we can call ‘belonging’ is never found in arrival, but in staying for a while.

Opening on Friday, 26 June 7 pm

the exhibition can be viewed until 10 July mondays 9:30 pm til 12 pm and by appointment by phone 0711-650067 or invitation (at) oberwelt.de






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